1.500 Euro pro Tag

Ex-Escort-Lady aus Hamburg: " Ich war überrascht, was mir die Männer alles preisgaben"

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Rollenspiele und "Dirty Talk": Auch Geistliche sollen bei der Ex-Escort-Lady gewesen sein.

Unkomplizierte, heiße Intermezzos: Dieser dringende Wunsch brachte eine Frau dazu, ihren Körper für Geld zu verkaufen. Als Opfer sieht sie sich allerdings nicht.

Sie hatte ihre Berufung gefunden - ihre Leidenschaft für Sex zum Beruf gemacht: Josefa Nereus arbeitete einige Jahre freiwillig als Escort-Dame in Hamburg. Die gebürtige Sächsin mit kubanischen Wurzeln war allerdings selbstständig - und konnte somit treiben, wie und mit wem sie es wollte. Doch wie kam Nereus dazu? Vielleicht der Mangel an Alternativen?

Ex-Escort-Lady erklärt, warum Sie Sex zu ihrem Beruf gemacht hat

Sie habe mit 19 erst Regisseurin werden wollen, drehte sogar eigene Filme, verriet sie einmal im Interview mit Stern Online. Doch sie vergeigte das Abi, begann eine Ausbildung zur Mediengestalterin. Doch die Mutter wollte, dass die heute 31-Jährige studiert, die Enttäuschung sei groß gewesen, erinnerte sich die junge Frau. Der Kontakt brach ab. Die Mutter wüsste auch nicht, mit was sie eine Zeit lang ihr Geld verdient habe, so Nereus.

Als sie 20 Jahre alt war, hatte sie zum ersten Mal Sex gegen Geld. "Ein Mann sprach mich an. Und auf einmal fragt er mich, ob er meine Stiefel ablecken darf, er würde mich auch dafür bezahlen." Einige Jahre später entschied sie sich schließlich ganz, Escort-Lady zu werden und meldete sich anfangs bei einer Escort-Agentur an. "Ich wollte mehr Sex, als ich tatsächlich hatte. Ich habe gern einmal am Tag Sex, gerne auch zweimal. Aber ständig in Clubs zu gehen, das war mir zu anstrengend. Dann unterhält man sich stundenlang und am Ende passt es doch nicht."

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1.500 Euro pro Tag für Rollenspiele und "Dirty Talk" - und auch Geistliche waren unter ihren Kunden

Zudem bekam sie für ihre "Leidenschaft" auch noch Geld - genauer gesagt, 400 Euro für zwei Stunden, 1.500 Euro für einen kompletten Tag, plus Spesen. "Pro Woche habe ich zwischen null und sechs Kunden, ganz unterschiedlich, im Schnitt etwa zwei bis drei", verriet sie damals gegenüber dem News-Portal. "Josefa zu werden ist ein gewisses Ritual: Ich dusche, pflege mich, zieh mir was Schönes an, halterlose Strümpfe und so weiter. Das ist sinnlich, das bringt mich in Stimmung."

Laut Nereus wurde sie meist von Geschäftsmännern, die abends alleine im Hotel saßen, gebucht. Aber auch Polizisten, Geistlichen, Politikern und sogar Handwerkern hätte sie Gesellschaft geleistet. "Ich bin immer wieder überrascht, was die mir gegenüber alles preisgeben, von dem ich weiß: Ihrer Frau erzählen sie das nicht." Rollenspiele und "Dirty Talk" wären bei ihren Kunden besonders beliebt gewesen, erinnerte sich die junge Frau.

"Auch Psychopathen wollen mal Sex kaufen"

Gewalttätig wären die Männer ihr gegenüber aber nie geworden. "Es gibt zwar auch Männer, so wie die Prostitutionsgegner immer sagen, die glauben, sie kaufen sich eine Frau. Es gibt Männer, die Spaß dran haben, andere Menschen zu demütigen. Und auch Psychopathen wollen mal Sex kaufen. Das gibt es alles, aber das ist nicht das Gros."

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sap

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